Bowling - So fangen wir an !

Wichtig sind der (möglichst) natürliche Bewegungsablauf, sowie Timing und Ausdauer. Dazu gehören der Anlauf (approach) bis zur Foullinie, das Pendeln und die Abgabe des Balles (delivery).

Folgende Punkte können einen wesentlichen Einfluss auf das Bowlingspiel haben

welche Hand benutze ich (Rechts/Linkshänder),

die Körpergröße,

die Kraft,

Timing

Ausgangsstellung, erster Schritt und erste Ballbewegung
Ausgangsstellung, erster Schritt und erste Ballbewegung

Unter Timing verstehen wir die Koordination der Schritte mit der Bewegung des Wurfarmes, so dass der Ball und der Gleitfuß zum idealen Zeitpunkt an der Foullinie ankommen, um eine optimale Freigabe des Balles zu erreichen. (Genau beschrieben unter 4-Schritte-Anlauf unten)Der erste Schritt und die erste Armbewegung sind der Anfang des Timingprozesses, die Ballfreigabe und das Nachfolgen des Armes bilden den Abschluss. Die Bewegung nach vorne muss so erfolgen, dass der Ball die Foullinie zum richtigen Zeitpunkt erreicht. Es ist sicher nicht immer leicht, ein gutes Timing zu entwickeln, aber um sich im Bowlingsport zu verbessern, von grundlegender Bedeutung. Spitzenbowler sind wirklich imstande, dies mit der Präzision eines Uhrwerks auszuführen. Deshalb sollte ein wesentliches Merkmal auf das Timing gelegt werden. Der Schrittrhytmus sollte unbedingt mit dem Pendelrhytmus übereinstimmen. Diesen Rhytmus muss jeder Bowler für sich persönlich herausfinden. Wenn man erst einmal den natürlichen Pendelschwung herausgefunden hat, kommt es darauf an, den Anlauf abzustimmen. Fazit hiervon ist: Bemüht Euch, ein möglichst gutes Timing zu erarbeiten, denn das ist die Voraussetzung für überdurchschittliche Ergebnisse.

Man kann sagen, dass sich die Technik wie folgt gliedert:

1.   Die Grundstellung

Es gibt drei Grundarten und eine Vielzahl von Varianten

2.   Das Vorbringen des Balles

1. Die Grundstellung, bei der der Körper aufrecht steht und der Ball sich in Brusthöhe befindet

3.   Der Anlauf

4.   Die Freigabe

2. Die Grundstellung, bei der der Körper leicht nach vorne geneigt ist und der Ball sich in Hüfthöhe befindet.

5.   Das Nachfolgen des Armes

Entwickelt einen persönlichen Stil, der zum Körper und dem eigenen Temperament passt. Eine gute Balance ist Bestandteil jeder Technik. Entwickelt eine entspannte Technik, die nur wenig Kraftaufwand erfordert. Achtet immer darauf, das ein Wohlfühlgefühl dabei ist.

3. Die Grundstellung, bei der der Körper bis zu einem Winkel von annähernd 45° gebückt ist oder weit  nach vorne geneigt und der Ball in Höhe der Knie gehalten wird.

Die Grundstellung ist die BASIS der Bowlingtechnik. Übt die Technik so ein, dass diese wie ein Uhrwerk ablaufen kann.

Dabei sind wesentliche Punke zu beachten: Die Ausgangsstelle, an der der Anlauf  beginnt, die Körperhaltung, die Ballhaltung hinsichtlich seiner Höhe und und seiner Lage im Verhältnis zum Körperschwerpunkt und der  Schulter. Bowlingspieler müssen nicht alle die gleiche Grundstellung einnehmen, es gibt eine ganze Menge von Varianten davon. Aber es gibt Richtlinien, mit denen man eine entspannte und bequeme Grundstellung erreichen kann.

Grundlagen der Bowlingtechnik

Nachdem der Abstand zur Foullinie ermittelt wurde, bringt man den Körper und den Ball in die richtige Position. Die Grundstellung sollte bequem und entspannt sein. Das Gewicht auf  beide Füße gleichmäßig verteilen, dann das Gewicht auf den Fuß verlagern, mit dem man nicht den ersten Schritt nach vorne macht. Die Knie werden leicht gebeugt, vor allem, das Knie des Beines, mit dem der Anlauf beginnt. Die Hüfte leicht nach vorne beugen. Die rechte Schulter leicht nach oben ziehen, so dass  beide Schultern parallel zur Foullinie ausgerichtet sind. Der Ellbogen der rechten Hand liegt eng an der Hüfte an. (Bei Linkshändern natürlich umgekehrt) Ein ganz besonderes Augenmerk gilt der Hand. Den Ball so in der Hand positionieren, wie er später auch bei der Freigabe auf der Handfläche liegen wird. Diese Position bleibt während des Anlaufs und der Pendelbewegung erhalten. Versucht einen entspannten und gleichzeitig sicheren Griff in der Kugel zu finden (was bei manchen Hausbällen gar nicht so einfach ist). Die Finger dürfen sich nicht in den Kugellöchern verkrampfen, sondern sollten den Ball ganz locker abgeben, (Daumen möglichst   zuerst). (s. auch unsere Seite “Tipps für Einsteiger) Dadurch kann man Abschürfungen an Fingern und Daumen vermeiden, die einem den Spaß am Bowling verleiden.

Der Anlauf

Mit dem Anlauf ist das so eine Sache, der eine ist zu schnell, der andere zu langsam. Entscheidend ist, dass man den Abstand vorher genau ermittelt und die Anzahl der Schritte festlegt (die nach Körpergröße und Schrittlänge differieren kann). (Üblich ist der 4-Schritte-Anlauf) Ganz wichtig: der Anlauf sollte ganz natürlich ausgeführt werden und nicht verkrampft. Laßt den Ballschwung beim Pendeln die Arbeit tun.

Tip: Laßt den grössten Teil der Technik durch natürliche Körperbewegungen bestimmen.Tip: Entwickelt eine unbewusste Technik, dann muss man nie lange nachdenken. Übt den Bewegungsablauf des Anlaufes so oft wie möglich, auch ohne Ball. Ziel ist es hierbei, den Ablauf „in Fleisch und Blut übergehen zu lassen”.

Bowlingbahn Schemazeichnung
Bowlingbahn- Schemazeichnung

Wie finde ich meinen Anlaufpunkt ???

Wenn Ihr Euch die Anlauffläche anschaut, seht Ihr zuerst sicherlich Punkte. Auf der “Spielbahn” hinter den Foullinie sind ebenfalls Punkte und etwas weiter entfernt dahinter erkennt man Pfeile.  Diese Markierungen auf Anlauf und Bahn sind Zielhilfen für den Spieler und sollten folgendermaßen genutzt werden: Es hat sich bewährt, über den 2. Pfeil von rechts (Rechtshänder) oder von links (Linkshänder) zu spielen, weil es der sicherste und günstigste Weg ist, alle 10 Pins mit einem Wurf (Strike) abzuräumen. Es gibt auch noch andere Wege, die sollten einen Anfänger aber vorläufig noch nicht interessieren. Entscheidend ist der Aufstellpunkt des Spielers. Man spricht dabei von einem “Nullpunkt”. Diesen Nullpunkt muß jeder Spieler für sich persönlich ermitteln !!!                 Dazu geht man folgendermaßen vor: Man stellt sich so auf den Anlauf, daß der rechte (linke) Wurfarm auf einer Linie mit dem 2. Pfeil (rechts oder links) ausgerichtet ist. Nun versucht man, diesen 2. Pfeil zu treffen. Wenn das gelingt und der Ball danach die sogenannte “Gasse” ( zwischen 1er und 3er Pin für Rechtshänder oder zwischen 1er und 2er Pin für Linkshänder) trifft, hat man “seinen” Nullpunkt gefunden. Geht der Ball bei einem Rechtshänder rechts an dieser Gasse vorbei, muß man den Aufstellpunkt nach rechts verschieben, bis die Gasse über den 2. Pfeil getroffen wird. Geht der Ball links vorbei, muß man den Nullpunkt weiter links wählen. Für Linkshänder gilt das Ganze seitenverkehrt. Nach dem gleichen System sollte man dann auch beim Abräumen von übriggebliebenen Pins verfahren. Das Ganze ist aber nur möglich, wenn man einen gleichmäßigen stabilen Anlauf und Pendelschwung hat, wie im Folgenden beschrieben.

Der Anlauf und die Pendelphase des Balles (s. Abb. unten ). Achtet darauf, das Ihr nicht zu schnell oder zu langsam werdet, sondern versucht immer gleichmäßig anzulaufen

Nach der Gewichtsverlagerung auf den linken Fuß (Rechtshänder), wird beim ersten Schritt der rechte Bowlingfuß nach vorne bewegt und gleichzeitig die Kugel nach vorne gestoßen, jedoch nur soweit, daß eine etwa senkrechte Linie zwischen Ball und Fußspitze entsteht. Der Ball sollte keinesfalls weiter als 5-10 cm vor dem Bowlingfuß stehen, sonst gibt es bereits am Anfang Balanceprobleme. Der Bowlingarm sollte dabei nicht ganz, aber etwas über die Hälfte gestreckt sein. Der Unterarm bleibt gerade auf das Ziel gerichtet. Die Bewegung beim Vorwärtsstoß ist ein Bogen nach vorne/unten. Die nichtspielende Hand bleibt bei diesem Schritt in Kontakt mit dem Ball zur Unterstützung. (s. auch Abb. Ausgangsstellung, erster Schritt und erste Ballbewegung) Beim zweiten Schritt wird der nichtspielende Fuß (links) nach vorne bewegt und die nichtspielende Hand von der Kugel weg ebenfalls leicht nach vorn gebracht.Während sich der Fuß weiter nach vorne bewegt, fällt die Kugel weiter abwärts in die Richtung Backswing. Zum Ende des zweiten Schrittes sollte die Kugel etwa seitlich vom Oberschenkel, also in Höhe der Hosentasche des Bowlingfußes (Rechtshänder=rechts) sein.) Beim dritten Schritt kommt der Bowlingfuß wieder nach vorne, der Ball befindet sich weiter im Backswing. Am Ende des dritten Schrittes sollte der Ball den höchsten Punkt im Backswing erreicht haben (max.Schulterhöhe).          Das Timing kann bis zum 3. Schritt perfekt sein, jedoch zu früh oder zu spät werden, wenn die Höhe des Rückwärtspendels nicht stimmt. Beim vierten Schritt wird der nichtspielende Fuß (links) vorwärts bewegt und der Ball schwingt dabei nach unten/vorn. Der nichtspielende Arm wird dabei in eine seitliche Position gebracht (Schulterhöhe). Am Ende des Schrittes sollte der Ball am tiefsten Punkt des Pendels sein, der nichtspielende Fuß befindet sich dabei bereits in Endposition. Ab dem tiefsten Punkt des Balles sollte die Abgabe mit mehr oder weniger Power unterstützt werden, je nach Erfordernis. Der letzte (4.) Schritt zur Foullinie erfolgt mit dem linken Fuß in einer kurzen Gleitphase. Die Bowlingschuhe sollten die Gleitphase begünstigen. (Deshalb darf man auch nicht mit Straßenschuhen auf die Bahn)  Die normalen Bowlingschuhe für Rechtshänder haben unter dem linken Schuh eine spezielle Gleitsohle. (Es gibt auch Bowlingschuhe speziell für Linkshänder) Bei Leihschuhen haben normalerweise  beide Gleitsohlen. Bei diesem letzten Schritt sollte der Ball den Pendelschwung nach vorn abschließen und  die Hand verlassen. All dies sollte locker und entspannt geschehen, ohne dass sich die Finger verkrampfen. Versucht nicht, dem Ball “in letzter Sekunde” noch eine andere Richtung zu geben, indem Ihr das Handgelenk verdreht. (Euer Handgelenk wird es Euch danken.) Es bedarf sicherlich einiger Versuche, bis der Ball  seine optimale Route findet, aber das ist normal. Hauptsache ist, daß man einen Anlauf für sich findet, der natürlich und ohne Stress abläuft. Die Bahnbedingungen sind für alle Spieler gleich, egal ob Rechts- oder Linkshänder. Jedoch kann es beim Spiel schon zu Unterschieden kommen, da der Ölabtrag auf der Bahn (carry-down) bei Rechts- und Linkshändern unterschiedlich ist. Links ist der Ölabtrag meist geringer, es sei denn, es spielen überwiegend Linkshänder. Wenn Sie auf der Bowlingbahn versuchen, den richtigen Ball für sich zu finden, gibt es meist Probleme. Zumeist sind die Bälle, deren Löcher locker passen, zu schwer und die, deren Gewicht einem zusagt, haben zu enge Löcher. Außerdem gibt es da noch die Griffspannen, die entweder zu kurz oder zu lang sind. Wählt man sich einen Ball, dessen Daumenloch gut paßt, stellt man schnell fest, daß die Fingerlöcher zu groß sind. Diese Schwierigkeiten sind auf den meisten Bahnen gleich, aber manchmal hat man auch Glück. Viel Kraft braucht man normalerweise nicht zum Bowlen, vorausgesetzt die Technik stimmt, das heißt, dass man seine Muskelkraft sinnvoll nutzt. Wichtig ist dabei, dass man immer ganz locker in den Muskeln bleibt und nicht verkrampft.

4-Schritte-Anlauf

Nach der Ballabgabe und dem Nachfolgen des Wurfarmes zum sicheren Endstand gekommen, verfolgen wir mit den Augen den Ball-Lauf, dabei legen wir das Augenmerk auf den Einschlag des Balles und seine Wirkung in den Pins

Zum Räumen von stehengebliebenen Pins (Spare) bitte folgendes beachten:

Beispiel

2er-4er-7er Pin-Räumbeispiel

Beispiel

7er Pin-Räumbeispiel

Beispiel

10er Pin-Räumbeispiel

Bei allem was in der Mitte übriggbelieben ist, wird in der gleichen Weise angelaufen, wie beim ersten Wurf. Haben wir es mit den seitlichen Pins zu tun, ( links 2/4/7 und rechts 6/9/10 ) gehen wir den “Gegner” diagonal von aussen an. Das heißt, bei der rechten Ecke stellen wir uns weiter nach links.

Auch das braucht einiges an Übung. Also nicht verzagen. Und jetzt viel Spaß auf der Bahn und viel Erfolg !!!

Alles über Bowlingbälle, deren Materialien und Eigenschaften erfahrt Ihr unter den Rubriken Tipps für Einsteiger, Tipps fürFortgeschrittene und Tipps für Profi´s)

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