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Tipps für Fortgeschrittene
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Sie spielen schon länger Bowling, haben einen ausgewogenen Anlauf und eine recht konstante Ballabgabe. Rinnenwürfe sind fast ausgeschlossen. Sie haben einen “Schnitt” über einen längeren Zeitraum von ca. 150-180 pro Spiel. (Einzelne gute Spiele über diesem Schnitt gehen in diesen ein.) Sie möchten aber das optisch schönere Bogen- oder Hakenspiel ausführen.
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Dazu folgende wichtigen Hinweise:
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Um auch nur das gleiche Ergebnisniveau zu erreichen, wie beim “geraden” Wurf, ist erheblich mehr Training erforderlich. Man sollte mindestens einmal pro Woche spielen. Darunter ist diese Spielweise nicht zu empfehlen. Der günstigere Einschlagswinkel und damit die bessere Querbeschleunigung der Pins (Pinmix) wird oftmals durch Ungenauigkeit “aufgefressen”. Durch unterschiedliche Bahnenverhältnisse (Ölmuster auf der Bahn) werden Abgabefehler potenziert und das führt wieder zu den berüchtigten Rinnenwürfen, die man glaubte, abgestellt zu haben. Bei sehr großen Bogen oder Haken, mit riskanten Spiellinien zur Bahnenkante ist das ohnehin vorprogrammiert
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Je besser man allerdings dieses Spiel beherrscht, desto geringer wird die Gefahr dann wieder. Dazu gehört, je nach individuellem Talent, mehr oder weniger Training.
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Grundsätzlich wird ein Bogen/Haken über die Ballabgabe des Spielers, die Bahnverhältnisse (Ölmuster) und die Oberfläche der Kugel bestimmt. Kernverlagerungen können den von der Abgabe vorgegebenen Bogen/Haken verstärken oder leicht verändern. Um der Kugel die entsprechende Rotation zu verleihen, die auch einen wirkungsvollen Haken oder Bogen produziert, ist eine Fingertip-Bohrung unbedingt erforderlich. Bei einer Normalbohrung ist auch ein leichter Bogen möglich, insbesonders bei entsprechend matter Oberfläche der Kugel oder wenig Öl auf der Bahn, dieser hat aber eine weitaus schwächere Wirkung in den Pins. Um nun einen solchen Haken/Bogen zu spielen, sollte man zusätzlich zu der entsprechenden Bohrung auch etwas mehr über Aufbau und Eigenschaften der Bowlingkugel wissen.
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Man unterscheidet folgende Schalenmaterialien:
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Polyester:
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Wenig “Griff” auf der Bahn, langer Rutsch, wenig Unterstützung für Bogen/Hakenspiel, aber gut geeignet, um die Ballabgabe zu erlernen.
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Urethan poliert:
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Etwas mehr Griff als Polyester, etwas zäher im Material, dadurch resistenter gegen Abnutzung, insbesonders auf Holzbahnen.
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Urethan matt:
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Mehr Griff auf der Bahn, auch im Ölbereich. Unterstützt das Bogen/Hakenspiel weit besser. Geeignet für Spieler, die nur eine Kugel spielen möchten und keine extremen Haken/Bogen bevorzugen.
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Reactive Urethan poliert:
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Rutschen durch die Ölzonen und greifen im trockenen Bereich sehr gut. Für´s Hakenspiel besonders gut geeignet.
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Reactive Urethan matt:
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Greifen auch im Ölbereich schon recht gut, dadurch ist aber die Endbewegung schwächer. Erzeugt eher einen gleichmäßigen Bogen.
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Bei den Reactive-Urethanbällen werden dem Schalenmaterial, je nach Hersteller, unterschiedliche Additive zugesetzt, die dann bei den verschiedenen Firmen auch unterschiedliche Bezeichnungen haben, (z.B R2X-Hybrid bei Storm oder Violent Wheel bei Hammer) aber im Grunde genommen alle dasselbe versprechen: einen besseren”Grip” auf der Bahn.
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Kernaufbau-Varianten:
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3-teilig: Der Gewichtsblock liegt nahe der Schale und beschert der Kugel ein “schwungradähnliches” Verhalten: Die Kugel läßt sich schwerer zum Rotieren bringen, hält die vorhandene Rotation aber länger. Dieser Kernaufbau ist für Hakenspiel und “trockene” Bahnen sehr gut geeignet. Auch bei niedrigem Spieltempo sind Vorteile gegeben
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2-teilig: Hier ist der Gewichtsblock im Zentrum der Kugel konzentriert. Die Kugel läßt sich leichter zum Rotieren bringen und produziert einen größeren Bogen. Besser geeignet für Spieler mit hohem Tempo.
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Mehrteilig: Hier werden Kombinationen im Kernbereich angeboten, die möglichst die Vorteile von 2- und 3-teiligen Kugeln vereinen. Oftmals sind diese Kombinationen auch nötig, um leichtere Kugeln mit zentrumskonzentriertem Kerngewicht zu produzieren
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Grundsätzlich kann man davon ausgehen, daß zwei- und mehrteilige Kugeln ein größeres Haken/ Bogenpotential haben, besonders dann, wenn man diese Kerne im Verhältnis zur Ballabgabe des Bowlers verlagert. Hier ist eine persönliche, individuelle Beratung äußerst wichtig !
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Auch der Preis, den man bereit ist, zu bezahlen, kann ein entscheidender Faktor beim Erwerb einer Kugel sein. Hier ein kleiner Überblick über ungefähre Preisspannen der verschiedenen Kugelvarianten incl. Bohrungen.
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Polyester 3-teilig
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ca.
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80,00 - 150,00 Euro
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Urethane 3-teilig
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ca.
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100,00 - 150,00 Euro
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Urethane 2-und mehrteilig
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ca.
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150,00 - 200,00 Euro
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Reactive Urethane 2-und mehrteilig
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ca.
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200,00 - 250,00 Euro
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Für Kugeln der gehobenen Preisklasse ( über 200,00 EURO ) sollte man allerdings schon sehr fortgeschritten sein, also schon längere Zeit Fingertip spielen und auf der Kugel sollte ein klar erkennbarer Laufring zu sehen sein. Das fällt dann aber schon in den Bereich “Tipps für “Profi´s” ! (Wichtig !!! Bei Anpassung einer neuen Kugel, immer die alte Kugel mitbringen !)
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Für den fortgeschrittenen Spieler, der mit dem Bogen/Hakenspiel beginnt, ist eher der Bereich bis 150,00 EURO zu empfehlen, da hier ein besseres Preis/Leistungsverhältnis gegeben ist. In einigen Fällen ist es evtl. ratsam, die vorhandene Kugel umzubohren. (siehe: Serviceleistungen, Füllen und Umbohren von Kugeln.)
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