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Tipps für “Profis”

Wenn man längere Zeit Bowling gespielt hat, wird bei einigen Spielern der Wunsch wach, sein Bowlingspiel zu verbessern und sich im Wettbewerb mit anderen guten Spielern zu messen. Diese Möglichkeit bieten organisierte Hausligen, Betriebssportligen, Sportligen und Turniere. Hier liegt natürlich das Ergebnisniveau erheblich höher, als im Freizeitbereich. Mit geradem Spiel oder Bogen/Hakenspiel mit nur einem Ball ist man meist hoffnungslos unterlegen. Um im leistungsorientierten Bowling mithalten zu können, wird man sich ein Kugelsortiment zulegen müssen, um sich  an verschiedene Bahnenverhältnisse anpassen zu können. Dieses Sortiment wird je nach Spieler und dessen Zielen unterschiedlich groß sein.

Zur Grundausstattung gehört im allgemeinen:

1. Räumball:

Meist ein 3-teiliger polierter Polyesterball oder ein 3-teiliger harter polierter Urethanball. Dieser Ball sollte möglichst ohne Verlagerung gebohrt sein. Um einzelne Pins abzuräumen, braucht der Ball keine “Wirkung” in den Pins, sondern er soll nur treffen. Hierbei ist ein Bogen/Haken eher hinderlich und wird auch nur von wenigen guten Spielern praktiziert.

2. Anwurfball für mittlere bis trockene Bahnen

Achsneigung 0° Gerader Wurf

45°

Achsneigung 45°  Bogenwurf

90°

Achsneigung 90° starker Hakenwurf

Durch Bestimmung der daraus resultierenden Laufachse lassen sich die Variationsmöglichkeiten, die zwei- oder mehrteilige Bälle bieten, besser ausnutzen, was besonders bei stark geölten Bahnen von Vorteil für den Bowler ist.

     Beispiele:

 Spielweise:

 Empfohlener Ball:

(Hier muss auf die Spielweise des Bowlers eingegangen werden und eine persönliche individuelle Beratung ist eine wichtige Voraussetzung für die Wahl des Balles.)

Hohes Tempo, wenig Rotation  durch Ballabgabe.

Zwei- oder mehrteilig, drehfreudig verlagert,Reaktiv,Oberfläche matt oder leicht poliert.

Niedriges bis mittleres Tempo, hohe Umdrehung durch Ballabgabe.

Reaktiv oder Urethane, Oberfläche hochpoliert, nur leicht verlagert.

Niedriges bis mittleres Tempo, wenig Umdrehung durch Ballabgabe.

Zwei- oder mehrteilig,Oberfläche matt oder leicht poliert, drehfreudig  verlagert.

Um 2- oder mehrteilige Bälle verlagerungstechnisch an die Spielweise des Bowlers anzupassen, ist es unbedingt nötig, einen schon gespielten Ball, auf dem eine möglichst ausgesprägte Laufspur vorhanden ist, mitzubringen. Je deutlicher der “Laufring” ist, desto einfacher ist die Bestimmung der Bohrung im neuen Ball. Dieser Laufring zeigt dem Ballbohrer, welche Rotationsrichtung der Ball nach der Abgabe hat.

3. Anwurfball für mittlere bis stark geölte  Bahnen

Auch hier kommen je nach Spielweise unterschiedliche Bälle in Frage.

                         Beispiele:  

Spielweise:

Empfohlener Ball:

Hohes Tempo, wenig Rotation durch Ballabgabe

zwei- oder mehrteilig, drehfreudig und aggressiv verlagert, Reaktiv- Oberfläche matt

Niedriges bis mittleres Tempo, hohe Umdrehung durch Ballabgabe.

Reaktiv, Oberfläche matt oder anpoliert, weniger drehfreudig, aggressiv verlagert.

Niedriges bis mittleres Tempo, wenig Umdrehung durch Ballabgabe.

Reaktiv, Oberfläche matt oder anpoliert, drehfreudig, aggressiv verlagert.

Das sind in etwa die Vorschläge für ein Grundsortiment.

Leider ist es oftmals nötig, weitere Variationen zur Anpassung an Bahn und Spielweise zu besitzen. Das kommt wiederum darauf an, welche Ziele man hat und natürlich ist der persönliche Geldbeutel ein entscheidender Faktor. Da viele Bälle in ihrem Laufverhalten sehr ähnlich sind, kann man durch Bohrvarianten eine gewisse Anpassung vornehmen. Auch die Oberflächenbehandlung bietet die Möglichkeit, das Laufverhalten des Balles zu verändern.

Ein Wort zum Schalenmaterial

Die Angaben sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, beziehen sich aber immer auf die “Griffigkeit” der Balloberfläche auf der Bahn. Grundsätzlich kann man aber wie folgt einteilen:

 Polyester

lange Rutschphase

Dann gibt es noch die neuesten Materialien, die schon im Ölbereich einen guten Griff haben. Diese sind jedoch auf Bahnen mit wenig Öl kaum spielbar.

 Urethane poliert

lange Rutschphase

 Urethane matt

mittlere Rutschphase

 Reactive Urethane poliert

Rutschphase in Öl, starker Griff im trockenen Bahnenbereich

 Reactive Urethane matt

Greifen auch im Ölbereich schon recht gut, dadurch ist aber die Endbewegung schwächer. Erzeugt eher einen gleichmäßigen Bogen.

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